Montag, 14. Dezember 2015

Ein wunderbares Adventskonzert in der Pfarrkirche St. Peter und Paul

Das Sinfonierorchester der Musikschule Obernburg unter der Leitung  von Holger Blüder. Im Hintergrund die Sängerinnen und Sänger des Chores "intakt".
Foto: Ruth Weitz

Am Samstagabend vor dem dritten Advent fand das Adventskonzert der Musikschule Obernburg statt. Es war ein wunderbares Erlebnis von hoher Qualität.

Hier nachzulesen beim Main-Echo:

Montag, 2. November 2015

Obernburg aus Frauensicht - Ausstellung noch bis Ende 2015

Foto auf Leinwand, 80x60, Blick von der Fußgängerbrücke auf die Mainanlage und die Silhouette von Obernburg,.
Die Lesung im Café fifty war wie ein Abend unter Freunden, so schrieb Lisa Rüd über die Vernissage mit Bildern von Obernburger Ansichten, die mit einer Lesung aus dem Stadtführer "Obernburg mit langen Wimpern" verknüpft war. Die Ausstellung dauert noch bis Ende des Jahres. Die gerahmten Fotos, auf Leinwand und auf Aryl gedruckten Ansichten sind käuflich. Der Reinerlös fließt in die Vereinskasse des Café fifty, Verein für soziale Arbeit und Kultur e.V..

Ortsansicht vom mittleren Höhenweg, dem so genannten Franzosenweg. Foto 60x40.



Im Main-Echo stand:

Mittwoch, 16. September 2015

Fulminanter Kleinkunst-Start der Kabarettbühne Kochsmühle in die Herbstsaison

Gleich an zwei Tagen hintereinander: Johannes Scherer mit "Dumm klickt gut".
Seit Montag, 31. August, ist die Sommerpause für die organisatorische Hintergrundarbeit in der Kleinkunstbühne Kochsmühle im Obernburger Musentempel um. Seitdem ist das Büro unterm Dach der Kochsmühle wieder zu den regulären Zeiten geöffnet. Mit Volker Pispers und seinem schon seit Monaten ausverkauftem Longseller-Programm „Bis neulich“ am  Freitag, 18. September, ab 20 Uhr im Elsenfelder Bürgerzentrum ist dann der offizielle Start in die Herbst-Wintersaison.

Den ersten Musiksonntag gestaltet das Duo Kaye Ree 
und Nelson am 4. Oktober, 19 Uhr.
Am Samstag, 26. September ist ab 19 Uhr beim mittlerweile vierten Obernburger Poetry Slam auf der Kochsmühlen-Bühne wieder spontane Reimkunst gefragt. Moderiert wird der Abend auch diesmal wieder von Slam-Profi Tilmann Döring. Eine Reise ins Schlaraffenland serviert der gebürtige Schweizer Michael Elsner am Samstag, 3. Oktober, ab 20 Uhr mit ausgesprochen schmackhaften Pointen. Der erste Sonntag im Monat, der 4. Oktober, steht ab 19 Uhr im Zeichen der Musik: Kaye Ree und Nelson, auch im echten Leben ein Paar, werden die Besucher mit Weltmusik verzaubern. Wer wird im Jahr 2015 den Obernburger Mühlstein mitnehmen? Diese Frage wird beim Kabarettbewerb am Samstag, 10. Oktober, beantwortet, der um 19 Uhr startet. Mit dabei: Christin Henkel, Simon Pearce, Christoph Reuter, Thomas Rix Rottenbiller und Roger Stein; Moderation: Jakob Nacken vom Duo Harry und Jakob, dem Letztjahressieger. Die beiden Kochsmühlen-Gewinner komm übrigens am Samstag, 31. Oktober, ab 20 Uhr auf die Bühnenbretter, um ihren wegen Krankheit ausgefallenen Auftritt nachzuholen.

Der bekannte Radio-Moderator und Comedian Johannes Scherer hat gleich zwei Auftritte hintereinander: Er zeigt sein aktualisiertes Programm „Dumm klickt gut“ am Donnerstag, 15. und Freitag, 16. Oktober jeweils um 20 Uhr. „Neutral war gestern“, sagt Alain Frey, der schon im vergangenen Jahr mit einem Ausschnitt aus seinem aktuellen Programm zu sehen war. Am Samstag, 17. Oktober zeigt er es ab 20 Uhr in voller Länge.  Mit einer Vorpremiere wird  Fatih Cevikkollu am Freitag, 23. Oktober, ab 20 Uhr das Kochsmühlenpublikum beglücken. Der Titel: EmFatih. Sein Kollege Mathias Mattuschik setzt einen Tag später, am 24. Oktober ab 20 Uhr „Entartete Kunst“ dagegen. So der Titel seines neuen Programms. Für alle Freunde musikalisch hinterlegtem tiefschwarzen Humors wird das Duo „Schwarze Grütze“ am Sonntag, 25. Oktober, ab 19 Uhr ihr Allerbestes aus 20 Jahren präsentieren.
Schwarzer Humor zum Totlachen und teils musikalisch verpackt: Schwarze Grütze. 
Der November startet mit Vocal Recall, einem munteren Trio, das am Samstag, 7. November ab 20 Uhr sein aktuelles Programm mit dem viel sagenden Titel „Der Lärm, der deinen Namen trägt“ vorstellen wird. Unter der Woche, am Mittwoch 11. November und Donnerstag, 12. November, jeweils ab 20 Uhr, wird die Theatergruppe des JEG in Elsenfeld die Aufführung von „Der Club der toten Dichter“ zeigen.  „Die 36 Kammern der Nutzlosigkeit“ stellt Sven Kemmler am Freitag, 13. November ab 20 Uhr vor und einen Tag später, ebenfalls ab 20 Uhr wird „Meister Maddin“, Maddin Schneider, zu Gast sein. Den Musiksonntag, 15. November, gestaltet die Gruppe Riscant ab 19 Uhr. Auf die Steil-geh-Tour begibt sich das Kabarett-Duo Lumpenpack am Freitag, 20. November ab 20 Uhr, und am Samstag, 21. November, wird die ehemalige Mühlstein-Gewinnerin Dagmar Schönleber ab 20 Uhr  mit „40 Grad Fieber zwischen Dope und Doppelherz“ auf der Bühne stehen.  Den Monatsabschluss bildet Alfred Mittermeier am Freitag, 27. November, ab 20 Uhr mit „Extra Wurst ist aus“.
Altmeister Thomas Freitag zeigt
am 19. Dezember in der Kochsmühle
seine Jubiläumsedidtion.
Am Freitag, 4. Dezember ist Christian Überschall ab 20 Uhr mit seinem neuen Programm „Die Zuzibilität der Weißwurscht – Reloaded“ zu sehen. Die ganz jungen Kochsmühlen-Besucher dürfen sich jetzt schon auf die Vorstellung am Samstag, 5. Dezember, freuen, wenn das beliebte Tatüt-Theater ab 15 Uhr sein tierisches Krippenspiel „Alle Jahre wieder“ zeigt.  Was unter Miss Management zu verstehen ist, erklärt Ulrike Mannel am Freitag, 11. Dezember ab 20 Uhr.  Markus Barth hat viel vor, wenn er am Samstag, 12. Dezember ab 20 Uhr feststellt, dass er Mitte 30 ist und noch nicht mal auferstanden. Dafür steckt Lieselotte Lübke am Sonntag, 13. Dezember ab 19 Uhr den Kopf in den Sand.  Das dürfte Clajo Hermann am Freitag, 18. September ab 20 Uhr wohl kaum zu der Feststellung veranlassen, dass „Sose Flegge“ macht.  Nur das Beste bietet Thomas Freitag am Samstag, 19. Dezember, ab 20 Uhr in seiner Jubiläumsedition. Das Waldaschaffer Original Lore Hock begibt sich am zweiten Weihnachtsfeiertag, 26. Dezember, ab 20 Uhr dagegen lieber auf Reisen.  Zum Jahreswechsel am 31. Dezember gibt es dann wieder ab 21 Uhr die beliebte Silvester Gala mit Mitternachtsbüffet. Diesmal sorgt Reiner Kröhnert für die kabarettistischen Einlagen.  Den musikalischen Rahmen gestaltet wiederum Groovin’ High.

Karten für die Veranstaltungen sind im Büro der Kochsmühle unter Telefon 06022/7934 oder online unter www.kochsmuehle.de zu erhalten.


Märchensonntag am 20. September in Obernburg

Märchensonntag mit Schneewittchen und Co. in der Römerstadt Obernburg. Foto: Stadt Obernburg
Nur noch wenige Tage trennen uns vom 20. September: Verkaufsoffener Sonntag in Obernburg, an dem der Einzelhandel ab 13 Uhr seine Pforten öffnet. Aber wird noch mehr, sprichwörtlich "Märchenhaftes" in der Römerstadt geboten:

Bereits um 11 Uhr beginnt die Ausstellungseröffnung eines Kunstprojekts von Kindern der Johannes-Obernburger-Grund- und Mittelschule und der Main-Limes-Realschule mit Künstlerinnen des Kunstnetzes am Hexenturm mit einer Installation von Märchenmotiven aus der Sammlung der Gebrüder Grimm. Weitere Arbeiten des Projekts sind im Buchkabinett am Oberen Tor ausgestellt. Im Rathaussaal wird Alexander Reis ab 14 Uhr zu jeder vollen Stunde bis 16 Uhr über die aktuellen Römerfunde berichten.

Katharina und Annamaria Gielen spielen Folk-Musik vor dem Café fifty in der Römerstraße 41.
Auf der Bühne vor dem Rathaus präsentiert Manfred Schmock vom Gewerbeverein ein buntes Unterhaltungsprogramm, umrahmt mit Musik von DJ Sammy. Annamaria und Katharina Gielen präsentieren mitreißende Weltmusik vor dem Café fifty, Cocktails für Kinder gibt es bei Semmlers Weinhandlung in der Kapellengasse und wenige Meter weiter, im Hof von Theresia Bock in der Römerstraße 19 werden Märchen vorgelesen. Auch außerhalb der Einkaufsmeile, aber immer noch auf der Römerstraße präsentiert der Wohn-Center Spilger eine Märchenwelt mit einer Märchenbastelaktion, Märchenstunde und abwechslungsreichen Spielen. Ab 17 Uhr werden die schönsten Märchenkostüme mit Geldpreisen prämiert. Als Trostpreise gibt es Einkaufsgutscheine.

Sonntag, 2. August 2015

Ausstellung im Obernburger Rathaus "3 - aus der Oberpfalz nach Unterfranken"


Die aus Weiden stammende und mit unterfränkischen Wurzeln ausgestatte Künstlerin Susanne Kempf mit Bürgermeister Dietmar Fieger vor einem Teil ihrer im Rathaus ausgestellten Werke. 
Die Vernissage ist zwar schon einige Tage her, aber dennoch bleibt noch genügend Zeit, um sich die Ausstellung mit Gemälden von drei Künstlerinnen im Obernburger Rathaus anzuschauen. Hier ein kleines Stimmungsbild von der Vernissage:

„Ich bin mit meinen Bildern heim gekommen“, sagte Susanne Kempf am Montagabend, 20. August, bei der Vernissage zur Ausstellung „3 – aus der Oberpfalz nach Unterfranken“ im Obernburger Rathaus, schränkte die Aussage aber ein. Lediglich eine Hälfte von ihr sei gemeint. Der Grund: Nur ihr mittlerweile verstorbener Vater, Adolf Kempf, stammte vom bayerischer Untermain, aus dem Spessartort Hausen. Er kam in jungen Jahren nach Weiden und blieb – der Liebe wegen.

Nun stellt Susanne Kempf bis zum 21. August zusammen mit ihrer Schulfreundin Ulrike Lautenschläger und ihrer Mutter Dietlind eine Reihe von Gemälden in ganz unterschiedlichen Stilrichtungen im Rathaus der Römerstadt aus.  Zu sehen sind filigran anmutende Aquarelle von Dietlind Kempf und Gemälde von Susanne Kempf und Ulrike Lautenschläger, die sich in der Farbintensität in nichts nachstehen, aber dennoch  völlig unterschiedlich sind, sowohl was Maltechnik als auch Stil betrifft. Beide Frauen haben gemeinsam, dass sie an Multipler Sklerose erkrankt sind und über die Malerei einen Weg gefunden haben, einerseits ihre motorischen Fähigkeiten zu trainieren und andererseits Selbstvertrauen zu gewinnen und ihre Gefühle in Bildern auszudrücken.

„Priolitäten“, nach einer Begegnung mit Urban Priol entstanden, etwas schräg, aber sehr bunt. 
Susanne Kempf  bei der Vernissage: „Ich merkte, dass mir das Malen gut tut“. Ihre Mutter hatte sie dazu gebracht. Susanne Kempf hatte vor einigen Jahren damit begonnen, Ausstellungen mit an MS erkrankten Künstlern zu organisieren. Mittlerweile hat sie schon die 24. Schau unter dem Titel „Denken-Fühlen-Malen“ mit internationaler Beteiligung veranstaltet, die zurzeit in Amberg zu sehen ist. Zu Obernburg hat sie eine spezielle Verbindung, die in dem Bild „Priolitäten“ Ausdruck fand. Gemalt hatte sie - im Hauptberuf freie Journalistin - das Werk nach einem Interview mit dem aus Obernburg stammenden Kabarettisten Urban Priol.

Interessante Farbübergänge zeichnen diese Bild von Ulrike Lautenschlager aus.
Filigran anmutende Aquarelle von Dietlind Kempf.
„Es ist schön, dass Sie sich auf Ihre Wurzeln besinnen“, sagte Obernburgs Bürgermeister Dietmar Fieger bei der Begrüßung und berichtete, dass es ein lang gehegter Wunsch von Susanne Kempf war, einmal in der Heimat ihres Vaters auszustellen.  Die musikalische Umrahmung gestaltete der mehrfache „Jugend musiziert“- Gewinner Tom Hofmann (Elsenfeld) mit virtuos interpretierter Gitarrenmusik.
Text und Fotos: Ruth Weitz

Zu sehen ist die Ausstellung „3 – aus der Oberpfalz nach Unterfranken“ während der Öffnungszeiten des Obernburger Rathauses noch bis zum Freitag, 21. August.

Freitag, 3. Juli 2015

Eisenbach - ein schmuckes Odenwalddorf und Stadtteil von Obernburg

Blick auf Eisenbach vom Landschaftsfriedhof oberhalb der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer. Foto: Ruth Weitz
Der Odenwald hat viele schöne Seiten und ist leider als touristisches Kleinod kaum bekannt. Obernburg am Main ist das bayerische Tor um Odenwald, wenngleich der Stadtteil Eisenbach mit seiner facettenreichen Geschichte und seiner idyllischen Lage leider viel zu wenig Erwähnung findet. Für die Chronik zum Dorfjubiläum 725 Jahre Eisenbach habe ich damals einige Texte geliefert. Für meinem Stadtführer "Obernburg mir langen Wimpern" habe ich einige davon herausgegriffen und mit entsprechenden Bilder hinzugefügt. Eisenbach ist durch die Gebietsreform Ende der 1970er Jahre ein Stadtteil von Obernburg geworden. Hier ein Auszug aus dem Stadtführer "Obernburg mit langen Wimpern", erhältlich in jeder Buchhandlung:

Wer in Obernburg einen Stadtrundgang macht, sollte nicht versäumen, auch den Stadtteil Eisenbach näher zu betrachten. Das kann man gut mit einer Wanderung entlang des Radwegs verbinden. Wie in vielen anderen Regionen auch war die Gebietsreform für die politisch Verantwortlichen und Bürger einiger ehemals selbstständiger Gemeinden nicht die Erfüllung eines Lebenstraums. So auch nicht für Eisenbach, als das Odenwalddorf am 1. Mai 1978 Stadtteil von Obernburg wurde. 

Die erste urkundliche Erwähnung Eisenbachs war 1285 durch die sogenannte „Schmerlenbacher Urkunde“, aber vermutlich ist das Dorf, wo früher Eisenerz gewonnen wurde, noch sehr viel älter. Im Jahr 2010 feierte die ehemals selbstständige Odenwaldgemeinde den 725. Geburtstag. Der Ortsname deutet darauf hin, dass es sich um eine Karolingische Forsthube (Dienst und Wohnsitz von Forstbeamten) handelte, die mit dem Eisenerzabbau im unteren Mümlingtal zu tun hatte. Wann und wo mit dem Erzabbau begonnen wurde, lässt sich heute nicht mehr sicher feststellen. 
An den ältesten Gruben in den Eisenäckern ist noch ein Grubenhaufen vorhanden. Die jüngeren Gruben befinden sich im Gemeindewald und sind heute noch gut sichtbar. Der Bergbau wurde im Jahre 1924 eingestellt.

Ruth Weitz


Donnerstag, 21. Mai 2015

Tausendsassa mit ausgeprägtem Humor-Gen und Musik im Blut: Bob Ross dirigiert Musikverein Obernburg

Viel Musik und viel Spaß bieten Bob Ross als Dirigent und das Orchester des Musikvereins Obernburg bei der Spaßprobe in der Ballmann-Halle.

Wenn die Kombination von Musik und Humor aufeinandertrifft, dann ist der Spaßfaktor besonders hoch. Am Mittwochabend durften dies rund 120 Zuschauer in der Obernburger Valentin-Ballmann-Halle erleben. Der Musikverein des Römerstädtchens hatte Bob Ross, den Gründer und Leiter des Brass-Ensembles Blechschaden, engagiert, der gut zwei Stunden Musiker und Publikum gleichermaßen in Atem hielt.

Ross, ein gebürtiger Schotte und knapp über 1,50 Meter großes Energiebündel mit ausgeprägtem Humor-Gen und viel Musikverstand, gelang es, das Geheimnis guter Blasmusik auf den Punkt zu bringen. Seine Kunst besteht darin, Wissenswertes mit Anekdoten und so viel Witz zu verbinden, dass die Zeit wie im Flug vergeht. Ganz nebenbei führte er das Orchester in die Feinheiten von optimaler Rhythmik und Dynamik ein. Er gestaltete eine interaktive Probe, bei der er nicht nur den Dialog mit den Orchestermitgliedern, sondern auch mit dem Publikum führte. 



Eine Spaßprobe war angekündigt, wobei es sich eher um ein Konzert mit spritziger Moderation als um eine Orchesterprobe handelte. Häufig gebrauchte Ross das Adjektiv „unglaublich“. Für ihn ein wunderbares Wort, da es sowohl grottenschlecht als auch super gut bedeuten kann und für sich allein gesprochen keine Bewertung bedeutet. Im ersten Teil des Programms wurden nur einige Arrangements angespielt, die nach der Pause in voller Länge zu hören waren. Insgesamt war die Leistung so gut, dass die Interpretationen weit über der Qualität einer Musikprobe standen. Bei diesem Niveau lag die Vermutung nahe, dass das Orchester nicht ganz unvorbereitet in die so genannte „Spaßprobe“ gekommen war.



Darauf deutete auch die Auswahl der Stücke hin, die einen Querschnitt von dem zeigten, was ein gutes Blasorchester heutzutage beherrschen muss. Von der schmissigen Polka „Pfeffer und Salz“ aus der Feder von Ernst Mosch, über Popmusik von den Beatles, Abba, Simon und Garfunkel, Tom Jones und Neil Diamond bis hin zu den konzertanten Tönen, den Ungarischen Marschs Nummer Sechs von Brahms, bot das Repertoire ein breites Spektrum.


Mit ausgeprägter Bühnenpräsenz, Authentizität und Schlagfertigkeit brachte Bob Ross sowohl die Musiker als auch das Publikum dazu, den Abend rundum zu genießen. Gerne nahm er sich auch selbst auf den Arm, kokettierte mit seiner geringen Körpergröße. Der 61-jährige Musiker erzählte, dass seine Vorfahren Bergleute waren und aufrecht in den Stollen marschieren konnten. Für alle Beteiligten und für ihn selbst war am Ende des Abends klar: Der kleine Tausendsassa muss wiederkommen!


Text, Fotos  & Video: Ruth Weitz

Mittwoch, 6. Mai 2015

Die Käferplage steht vor der Tür

Dieser bestrickte VW Käfer des VW-Clubs aus dem Landkeis Göppingen wird der Star der Obernburger Käferplage sein.
Foto: Veranstalter
Die Obernburger Käferplage hat nichts mit einer Maikäferinvasion oder mit dem Ausschwärmen von anderen Insekten in großer Zahl zu tun. Es handelt sich um eine Oldtimershow, angeführt vom so genannten "Kugelporsche", dem VW-Käfer als Symbol der Wirtschaftswunderzeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Am Sonntag, 10.Mai, wird bereits die siebte Käferplage in Folge von der Stadt Obernburg im Schulterschluss mit dem Gewerbeverein veranstaltet. Oldtimer aus ganz Deutschland werden erwartet: Von Jahr zu Jahr werden es mehr. Am 10. Mai, gleichzeitig auch Muttertag, hoffen die Veranstalter die 200er Marke der Teilnehmer zu knacken. Der absolute Star wird ein bestrickter Käfer des VW-Clubs aus dem Landkreis Göppingen sein.
Mit der Käferplage verbunden ist auch die Wahl der Käferkönigin. Gegen 11:00 Uhr wird sich ein Autokorso vom Oberen Tor bis zum Rathaus bewegen, wo die Fahrzeuge und Fahrer den kirchlichen Segen erhalten. Daran schließt sich die Wahl der Käferkönigin an. Schirmherr der diesjährigen Käferplage ist der Aschaffenburger Oberbürgermeister Klaus Herzog.
Mehr zum Programm und über die Käferplage auf der Homepage des Gewerbevereins Obernburg.

Donnerstag, 26. März 2015

Obernburg und der Stadtteil Eisenbach aus einer neuen Perspektive

Der neue Stadtführer von Obernburg a. Main.
Der Stadtführer "Obernburg mit langen Wimpern" beleuchtet die Römerstadt mit dem Stadtteil Eisenbach aus einem anderen Blickwinkel und ist deshalb ein Stadtführer der ganz anderen Art. Angereichert mit fiktiven Geschichten, eindrucksvollen Farbfotos und schönen Illustrationen und Tipps (sogar zwei Rezepte zum Backen und Marmeladekochen) ist das 88 Seiten umfassende Büchlein auch eine Lektüre, in der man blättern und lesen kann, wenn man nicht gerade einen Stadtrundgang durch Obernburg plant.Deshalb ist "Obernburg mit langen Wimpern" nicht nur eine Lektüre für Obernburger, solche, die es waren oder es werden wollen, sondern für alle, die Spaß an lebendiger Geschichte haben.

Die Kurzbeschreibung:
Die wahren Schätze blühen im Verborgenen, jenseits des großen Hypes. Bereits Goethe fragte: „Warum in die Ferne schweifen…?“ Ein Kleinod der besonderen Art ist die ehemalige Kreisstadt Obernburg am Main im heutigen Landkreis Miltenberg am Rande des Odenwalds, rund 40 Kilometer von der Mainmetropole Frankfurt, der Heimat von Goethe, entfernt. Die Kleinstadt betört den Besucher mit mittelalterlichem Stadtbild und einer interessanten, römischen Geschichte, weshalb Obernburg auch „Römerstadt“ genannt wird. Der Stadtführer „Obernburg mit langen Wimpern“ ist anders als ein üblicher Stadtführer: empathisch, witzig und weniger wissenschaftlich, dafür umso unterhaltsamer. Es ist ein Stadtführer nicht nur für Frauen und macht neugierig auf die Geschichten hinter der Geschichte von Obernburg.

Hier ein kleines Video zur Einstimmung.

  video


Samstag, 14. März 2015

Benefizkonzert und Frühlingsmarkt in Obernburg

Die beiden Schwestern Annamaria und Katharina Gielen werden auch beim Frühlingsmarkt am 22. März musizieren. Beim Benefizkonzert am 21. März in der Obernburger Friedenskirche treten sie zusammen mit Kurt Spielmann auf, der heiter-besinnliche Texte rezitiert.
Am Wochenende des 21. und 22. März 2015 ist in der Römerstadt Obernburg eine Menge los. Mit dem Benefizkonzert "Amazing Grace" in der evangelisch-lutherischen Friedenskirche wird am Samstag, ab 18 Uhr frühlingsfrische Musik, umrahmt mit besinnlich-heiterer Lyrik, geboten. Die beiden Musikerinnen Annamaria und Katharina Gielen spielen internationale Musik auf verschiedenen Instrumenten. Der Schauspieler Kurt Spielmann rezitiert dazu passend kurze Texte, die Heiterkeit ausstrahlen, aber auch zur Besinnung anregen.

Am Sonntag darauf, dem 22. März, beginnt um 13 Uhr der Frühlingsmarkt mit verkaufsoffenen Geschäften, Show, Mode und Action auf dem Rathausplatz, der in Kooperation von Stadtverwaltung und Gewerbeverein Obernburg veranstaltet wird. Dort werden die beiden Musikerinnen vom Benefizkonzert wieder zu hören sein. Geplant sind verschiedene Tanzaufführungen, eine Karate-Show, die Vorstellung des neuen Stadtführers "Obernburg mit langen Wimpern" und vieles mehr.

Samstag, 7. Februar 2015

Verkaufserlös aus dem Katalog zur "MagieChaos"-Ausstellung in der Kochsmühle erbrachte 550-Euro Spende für Kinderhilfsprojekt

"MagieChaos" - der Verkauf des Katalogs zur gleichnamigen Ausstellung mit Skulpturen von Karin Günther (links) und Joachim Weissenberger (rechts) erbrachte 550 Euro Spendengeld für den Hoachanas Children Fund, Namibia, das von Steffen Salvenmoser (Mitte) entgegengenommen wurde.
Foto: Ruth Weitz

"Magie-Chaos" war die Ausstellung mit Skulpturen von Karin Günther (Eschau-Sommerau) und Bildern von Joachim Weissenberger (Obernburg) betitelt, die vom 10. Januar bis 2. Februar 2015 in der Obernburger Kochsmühle zu sehen war. Aus dem Katalogverkauf zu der Ausstellung kamen insgesamt 550 Euro zusammen. Den Betrag spendeten die beiden Künstler dem Hoachanas Children Fund (HCF).

Die Spendenübergabe fand am vergangenen Mittwoch (4. Februar 2015) in der Obernburger Kochsmühle statt. Steffen Salvenmoser (Wörth), der das rein ehrenamtlich geführte Hilfswerk für Kinder organisatorisch unterstützt, nahm die Spende entgegen. Der von der Aschaffenburgerin Angelika Gleich im Jahr 2000 ins Leben gerufene HCF leistet mit verschiedenen Projekten in Namibia Hilfe zur Selbsthilfe, finanziert Suppenküchen und vermittelt Patenschaften, um die Bildung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen zu unterstützen. "Die 550 Euro fließen Eins zu Eins in das Projekt, weil kein Verwaltungsapparat zwischengeschaltet ist", sagte Salvenmoser. Auch die Reise nach Hoachanas in der Kalahari und die Kosten der Unterkunft in würden von denMitgliedern der Organisation selbst übernommen. Inzwischen seien rund 300 Kinder und Jugendliche vom HCF unterstützt worden. "Seit 2002 ist die Organisation eine Unterabteilung der deutsch-namibischen Gesellschaft", berichtete der Wörther.

Für Karin Günther und Joachim Weissenberger war von vornherein klar, dass sie den Verkaufserlös aus dem Katalog einem sozialen Projekt zur Verfügung stellen wollen. "Wir waren überrascht von der großen Besucherresonanz und den vielen positiven Rückmeldungen", sagte Joachim Weissenberberger. Rund 300 Menschen hatten die Ausstellung während der Öffnungszeiten besucht, 52 Kataloge waren verkauft worden. Für Karin Günther war es die erste große Ausstellung. Bisher hatte sie nur einen kleinen Teil ihrer Werke in Gemeinschaftsausstellungen oder bei Führungen im Skulpturengarten auf ihrem Grundstück in Sommerau gezeigt. Beide Künstler sind sich einig, dass sie auch in Zukunft gemeinsame Kunstschauen organisieren wollen. "Die Skulpturen zu transportieren und aufzustellen war schon viel Arbeit", berichtete Karin Günther."Aber es hat auch sehr viel Spaß gemacht und wir haben sehr gut zusammengearbeitet", fügte sie hinzu.

Joachim Weissenberger hatte bereits in mehreren Ausstellungen seine farbenprächtigen Gemälde und eindrucksvollen Zeichnungen gezeigt, im Jahr 2012 zusammen mit Werken des Bildhauers Bernd Müller in Köln. Diese Kunstschau wurde ebenfalls in den Sandsteinmauern in der Galerie der Obernburger Kochsmühle präsentiert. 

Dienstag, 6. Januar 2015

Hinschauen und sich drüber freuen: Neujahrsempfang der Stadt Obernburg 2015

Beim Neujahrsempfang der Stadt Obernburg wird die Ansprache von Bürgermeister Dietmar Fieger vom Sinfonieorchester der Musikschule Obernburg unter der Leitung von Holger Blüder (auf der Bühne) umrahmt. Foto: Ruth Weitz
Beim diesjährigen Neujahrsempfang der Stadt am 4. Januar 2015 in der Kultur- und Sporthalle Eisenbach war alles ein bisschen anders als in den Jahren zuvor. Viele erinnern sich: Der erste Neujahrsempfang wurde vor mehr als 20 Jahren von Bürgermeister Wendelin Imhof ins Leben gerufen. Er war wie in vielen anderen Dingen ein Vorreiter, denn in den umliegenden Kommunen waren damals Neujahrsempfänge nicht gerade en vogue. Heute gibt es kaum eine Gemeinde oder Stadt im Landkreis Miltenberg, die nicht gemeinsam mit ihren Bürgern den Beginn des neuen Jahres feiert. Meist ist der Neujahrsempfang mit Ehrungen für außergewöhnliche Leistungen verbunden.

Obernburg-Lied in der KuSpo-Halle Eisenbach
"Es wächst zusammen, was zusammengehört" - dieser Satz, der im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung der beiden getrennten Staaten Deutschlands gerne zitiert wird, trifft für Obernburg und Eisenbach nicht unbedingt zu, denn mussten sich die Römerstadt und die Odenwaldgemeinde bei der Gebietsreform vor gut 40 Jahren einer Zwangsheirat unterziehen. Es gibt immer noch alte Wunden, die noch nicht verheilt sind. Aber man hat sich zusammengerauft, ohne die jeweils eigene Identität aufzugeben. "Wir trauen uns was", sagte Bürgermeister Dietmar Fieger, als in Eisenbach das Obernburg-Lied gesungen wurde. Das war eher scherzhaft gemeint, denn zu Schaden gekommen ist dabei niemand, denn auch die anwesenden Bürger aus Eisenbach trällerten kräftig mit.

Der Obernburger Mundartdichter Hans Meserle mit seinen Gedanken zum neuen Jahr auf "omborscher" Mundart.
"Des Knoddern bringt nix, du versaust der demit nur de Daach", resümierte der Obernburger Mundartdichter Hans Meserle bei seinen Gedanken zum neuen Jahr. Er riet dazu das Gute zu suchen, auch vor der eigenen Tür (sprich: in Obernburg mit Eisenbach), hinzuschauen und sich drüber zu freuen. In diesem Sinne: Gehen wir auf die Suche nach dem Schönen, wovon es in Obernburg genug gibt - womit auch der Stadtteil Eisenbach eingeschlossen ist.

Hier der Bericht vom Neujahrsempfang, der ins  Main-Echo gehoben wurde. 

Am vergangenen Sonntag war die Kultur- und Sporthalle in Eisenbach in einen stilvoll dekorierten Festsaal verwandelt worden. Rund 250 Obernburger und Eisenbacher hatten beim Neujahrsempfang nicht nur die Gelegenheit, den Jahresrückblick und die Zukunftsprognose von dem seit 1. Mai amtierenden Bürgermeister Dietmar Fieger zu hören. Sie durften auch ein höchst konzertantes Musikprogramm mit Melodien aus der Oper Carmen, geboten vom Sinfonieorchester der Musikschule unter der Leitung von Holger Blüder, flankiert von der Torero-Arie des Tenors Bernhard Oberländer und die in „Omborscherisch“ gefassten Gedanken des Mundartdichters Hans Meserle genießen.

Neues Konzept verknüpft mit Traditionellem
Mit dem neuen Konzept für den Neujahrsempfang der Römerstadt, der im Wechsel in Obernburg und dem Stadtteil Eisenbach ausgerichtet wird, hatte Fieger mit seinem Rathausteam unter der organisatorischen Leitung von Birgit Lapresa ins Schwarze getroffen. Der musikalische Rahmen durch das Sinfonieorchester der Musikschule, die Neujahrsgedanken eines Obernburger Bürgers und die festliche Ausstattung gehörten zum Novum. Mit den Ehrungen und dem Segen der beiden Pfarrer Stefan Meyer von der evangelisch-lutherischen sowie Pfarrvikar Mariusz Kowalski von der katholischen Kirche wurde eine alte Tradition fortgeführt, die bereits unter Bürgermeister Wendelin Imhof bestand und sein Nachfolger Walter Berninger übernommen hatte.

Fieger nutzte die Gelegenheit der Neujahrsansprache, seinem Vorgänger und dem alten Stadtrat für die geleistete Arbeit bis zum Beginn der neuen Wahlperiode am 1. Mai zu danken. „Die Wähler und Wählerinnen haben gut gewählt, denn das Gremium ist eine gesunde Mischung aus erfahrenen und aus neuen, vor allen Dingen jungen Kräften, was für die Zukunft unserer Stadt besonders wichtig ist“, stellte er fest.

Was der alte Stadtrat bereits auf den Weg gebracht t wurde nach Aussage Fiegers im Jahr 2014 abgeschlossen: Die Einweihung der Kindertagesstätte Altstadt, die Übergabe des  neuen Löschfahrzeugs LF 20 an die Obernburger Wehr und den Ausbau der Römerstraße. Als gesellschaftliche Ereignisse zählte er das 25-jährige Jubiläum der Musikschule mit der Aufführung der Oper Carmen als Höhepunkt, den Sieg der Jugendgruppe des THW-Ortsverbandes Obernburg beim Bundeswettkampf  und die spektakulären Römerfunde an der Auffahrtsrampe des BRK-Gebäudes auf. Begeistert zeigte sich  der Bürgermeister  über die Gründung der ehrenamtlichen Arbeitsgruppe „AktivBürger“, 25 Männer und eine Frau, die sich um die Verschönerung von Plätzen und Anlagen in beiden Stadtteilen kümmert.

„Auch im neuen Jahr werden wir an der Zukunft unserer Stadt weiterbauen“. Fieger nannte als Hauptthemen das Stadtmarketing und die Stadtentwicklung. Der Rathauschef stellte klar, dass dies nicht zum Nulltarif zu haben ist. Seit Oktober vergangenen Jahres arbeite eine vom Stadtrat eingesetzte Projektgruppe darauf hin, im kommenden Sommer das Stadtmarketing umzusetzen, um die Attraktivität Obernburgs und die Lebensqualität zu steigern. Bei der Stadtentwicklung geht es laut Fieger derzeit  ganz konkret um die Ortskernsanierung in Eisenbach, die allen Stadtratsmitgliedern ein großes Anliegen sei.

Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe gefordert
Obwohl derzeit noch keine Flüchtlinge in Obernburg aufgenommen wurden und in naher Zukunft auch keine Unterbringung von Asylbewerbern in der Römerstadt geplant ist, richtete der  Bürgermeister einen Appell an die Bevölkerung: „ Wenn es soweit ist, hoffe ich, dass wir ihnen Platz machen, dass wir uns ihnen öffnen und das sie bei uns einziehen können“. Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe seien gefragt, Werte, die die Grundlage des christlichen Abendlandes bildeten. Diesen Gedanken griffen auch die beiden Pfarrer in ihren Segensworten auf. Mit instrumentaler Begleitung des Musikschul-Sinfonieorchesters schmetterten die 250 Besucher gemeinsam das anlässlich der 700-Jahr Jahr-Feier von Ernst Schnabel getextete Obernburg-Lied, für das Holger Blüder anlässlich des Festaktes im Jahr 2013 die Orchesterfassung komponiert hatte.

Ehrungen in Gold beim Neujahrsempfang
Unterstützt von seinem Stellvertreter Simon Giegerich und Mirabellenkönigin Vanessa Kuhn überreichte Bürgermeister Dietmar Fieger die Ehrennadeln in Gold an Lukas Katter für den zweiten Platz beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. Er war von den Musikschulfreunden Appassionata für die Auszeichnung vorgeschlagen worden. Von den Kegelfreunden Obernburg nominiert und mit Gold ausgezeichnet wurden Jasmin Fleischhauer (deutsche Vizemeisterin in der Mannschaft U18 und Hessenmeisterin U18), Marco Matheis (Hessenmeister U23), Nico Reitz (Deutscher Mannschaftsmeister U 14). Weiterhin erhielt der Vereinsvorsitzende die Goldplakette für die für die deutsche Vizemeisterschaft der 1. Damenmannschaft mit Julia und Ute Hock, Christin Kraus, Elke Matheis, Alice Nelson, Alexandra Zöller, Verena Hock und Bianaca Schneider. Außer Verena Hock und Bianca Schneider, die sie bereits in den Vorjahren erhalten hatten, wurden die erfolgreichen Keglerinnen auch mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Tim Kroth, Nicolas Reus und Julian Roos, die auch bei der TuSpo Obernburg aktiv sind, hatten mit der Schulmannschaft des Hermann Staudinger-Gymnasiums den deutschen Meistertitel geholt und sich damit auch die goldene Ehrennadel verdient.

Die mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichneten erfolgreichen Sportler der Stadt Obernburg mit Bürgermeister Dietmar Fieger (rechts), seinem Stellvertreter Simon Giegerich (links) und Mirabellenkönigin Vanessa Kuhn (dritte von links).
Die Ehrenplakette in Gold für herausragendes bürgerschaftliches Engagement erhielten Hermann Englert und Georg Greßbach vom Musikverein Obernburg. Beide sind nicht nur aktive Musiker, sondern engagieren sich auch seit 40 Jahren im Vorstand des Vereins. Als Gründungsmitglied des 1985 ins Leben gerufenen TSC Tischtennis  Clubs und seitdem in verschiedenen Vorstandsfunktionen engagiert wurde Helmut Feulner mit der goldenen Ehrenplakette geehrt. Gold ging auch Jens Graumann, seit 1984 der Vorstandsspitze des Reit- und Fahrvereins aktiv, an Werner Kail, seit 1980Kassier bei den Obernburger Kegelfreunden, Hans Meserle für die Gestaltung der Mundartabende beim Heimat- und Verkehrsverein seit 25 Jahren, Christian Rauscher, seit 27 Jahren im Vorstand des Waldhausvereins aktiv und Elisabeth Sattler für ihre Tätigkeit in der katholischen Pfarrgemeinde St. Peter und Paul, davon 20 Jahre im Pfarrgemeinderat, den sie 13 Jahre lang als Vorsitzende leitete.

Flankiert von Bürgermeister Dietmar Fieger (links), seinem Stellvertreter Simon Giegerich (rechts) und von Mirabellenkönigin Vanessa Kuhn präsentieren sich die Empfänger der Ehrenplakette in Gold für herausragendes bürgerschaftliches Engagement.

©  Ruth Weitz

Donnerstag, 1. Januar 2015

Prosit Neujahr, Obernburg



Der Jahreswechsel ist vollbracht und das neue Jahr hat begonnen!


Der Obernburger Heimatdichter Gustl Konze hat zahlreiche Verse über seine Heimatstadt verfasst, vorwiegend in Omborscher Mundart. Dieser im Februar 1931 veröffentlichte Ausschnitt aus dem "Uhu" passt eigentlich ganz gut als Impuls zum Jahresbeginn und ist nicht in Mundart geschrieben, so dass auch Nicht-Omborscher es verstehen.

Um Omborsch rim

Ich geh die Bahnhofstreppe runter,
erblicke schon ein neues Wunder.
Ich traue meinen Augen kaum,
da stand doch einst ein Lindenbaum,
der den Verkehr so sehr gehemmt!
Und dort, das ist mir gänzlich fremd,
der Schwanenteich, der ist verschwunden,
hat hier ein Beben stattgefunden?...

Die Rhein-Main-Donau ist zu loben,
die unsre Brück‘ so schön gehoben.
Man geht bergauf und dann herunter
und siehe da, ein neues Wunder,
auch die Verstärkung ist jetzt da,
die endlich kam, nach viel Trara...

Am Zollhaus dort ein neuer Schreck,
die schöne Ruhebank ist weg!
Und links und rechts o welch ein Graus,
man riß da alle Bäume raus.
Der ganze Mut will mir entsinken,
ich geh im “Karpfen” einen trinken.
Jedoch auch hier am runden Tisch,
bei Hock‘schem Bier und Dölgersfisch,
erzählt ein braver Bürgersmann
gar lustige Geschichten dann.
Vom Brückenheben, von der Fähr.
Es ist noch gar nicht lange her,
daß unten an des Maines Strand
man stundenlang im Kote stand,
bis daß die Fähre rüberkam
und einen mit hinübernahm.
Und war man drüben angelangt,
hat seinem Schöpfer dann gedankt,
daß es ein gutes Ende nahm
und lebend man ans Ufer kam...

Und ein Stückchen weiter oben,
hat sich das Straßenbild verschoben.
Das Rosengärtchen das verschwand
und eine Großgarag‘ entstand.
Die Mainstraß die hat immer noch,
das alte Pflaster, Loch an Loch,
das Autolenkern Sorge macht
und manchen Achsenbruch gebracht.
Jedoch, man weiß, das Geld ist rar:
Viel Steuern gibt’s im neuen Jahr...

Daß hier sich die Geschäftswelt rührt,
das hab ich früher schon gespürt.
Auch dieses Mal erblick ich hier,
viel neue Läden, Tür an Tür.
Hier sieht man eine Bäckerei
mit Dampfbackofen gleich dabei.
Neu ist auch das Zigarrenhaus,
wie in der Großstadt sieht es aus.
Dort ein paar Schritte linker Hand,
halb Obernburg beisammenstand,
denn aus dem kleinen Schauspielhaus
schallt grad‘ der dritte Akt heraus.
Und weiter oben, rechts am Eck,
ich eine Drogerie entdeck‘.
Die “Sonne” neu und frisch erstrahlt,
der Tobias hat sie angemalt.
Und linkerhand die Straß‘ hinunter,
im schwarzen Viertel, welch ein Wunder,
eine ganz moderne Schlächterei,
die Vierte jetzt im “Bund der Drei”...

Jetzt geht’s zum oberen Tor hinaus.
Ach Gott, wie sieht die Straße aus!
Von Asphalt sieht man keine Spur,
mitleidig grinst die obere Uhr.
Ein Stückchen weiter, linker Hand,
da haust der Wasserfabrikant.
Milchura heißt das Lösungswort,
ich eile mit Entsetzen fort.

Doch weiter geht’s in flottem Lauf,
den Zwetschengraben jetzt hinaus.
Von oben winkt ein Hühnerhaus,
die Eier gehn dort gar nicht aus.
Die Leghorn-Hühner eins, zwei, drei,
die legen fleißig Ei um Ei.
Und kaum gelegt, trägt man sie aus,
zwölf Rentenpfennig frei ins Haus.
Im Frühjahr sind sie billiger,
weil da die Hühner williger.

Am Runden Turm dort rechterhand,
ne neue Wagnerei entstand.
Mir ist es recht, ich gehe fort,
denn neue Häuser winken dort.
Die Bergstraß seh ich mir noch an,
weil mir ein alter Bürgersmann,
erzählet hat von Schlamm und Dreck,
er hatte recht, ich eile weg.
Viel Neues gibt’s hier hinten nicht,
weil die Gendarmen stets in Sicht.

Und weiter geht’s zum Mainesstrand,
dort wo das hohe Schilf einst stand.
Die Wasserbauten sind verschwunden,
sehr sauber ist es nun da drunten.
Das alte Ufer, das ist jetzt,
mit roten Steinen schön besetzt.
Hier hört man noch, wie einst im Mai
gar manchen Seufzer nebenbei:
denn, wie die Alten früher sungen,
so zwitschern heute auch die Jungen.