Freitag, 3. Juli 2015

Eisenbach - ein schmuckes Odenwalddorf und Stadtteil von Obernburg

Blick auf Eisenbach vom Landschaftsfriedhof oberhalb der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer. Foto: Ruth Weitz
Der Odenwald hat viele schöne Seiten und ist leider als touristisches Kleinod kaum bekannt. Obernburg am Main ist das bayerische Tor um Odenwald, wenngleich der Stadtteil Eisenbach mit seiner facettenreichen Geschichte und seiner idyllischen Lage leider viel zu wenig Erwähnung findet. Für die Chronik zum Dorfjubiläum 725 Jahre Eisenbach habe ich damals einige Texte geliefert. Für meinem Stadtführer "Obernburg mir langen Wimpern" habe ich einige davon herausgegriffen und mit entsprechenden Bilder hinzugefügt. Eisenbach ist durch die Gebietsreform Ende der 1970er Jahre ein Stadtteil von Obernburg geworden. Hier ein Auszug aus dem Stadtführer "Obernburg mit langen Wimpern", erhältlich in jeder Buchhandlung:

Wer in Obernburg einen Stadtrundgang macht, sollte nicht versäumen, auch den Stadtteil Eisenbach näher zu betrachten. Das kann man gut mit einer Wanderung entlang des Radwegs verbinden. Wie in vielen anderen Regionen auch war die Gebietsreform für die politisch Verantwortlichen und Bürger einiger ehemals selbstständiger Gemeinden nicht die Erfüllung eines Lebenstraums. So auch nicht für Eisenbach, als das Odenwalddorf am 1. Mai 1978 Stadtteil von Obernburg wurde. 

Die erste urkundliche Erwähnung Eisenbachs war 1285 durch die sogenannte „Schmerlenbacher Urkunde“, aber vermutlich ist das Dorf, wo früher Eisenerz gewonnen wurde, noch sehr viel älter. Im Jahr 2010 feierte die ehemals selbstständige Odenwaldgemeinde den 725. Geburtstag. Der Ortsname deutet darauf hin, dass es sich um eine Karolingische Forsthube (Dienst und Wohnsitz von Forstbeamten) handelte, die mit dem Eisenerzabbau im unteren Mümlingtal zu tun hatte. Wann und wo mit dem Erzabbau begonnen wurde, lässt sich heute nicht mehr sicher feststellen. 
An den ältesten Gruben in den Eisenäckern ist noch ein Grubenhaufen vorhanden. Die jüngeren Gruben befinden sich im Gemeindewald und sind heute noch gut sichtbar. Der Bergbau wurde im Jahre 1924 eingestellt.

Ruth Weitz