Donnerstag, 22. Februar 2018

Wasser und die Gebühren - ein feuriges Thema in Obernburg - Update 29.03.2018

Hohe Wassergebühren erzeugen flammenden Protest in Obernburg. Bildquelle: pixabay.com

Drei ältere Herren zeigen Einsatz

Ein »Wassermann«, was die Kompetenz in der kommunalen Wasserversorgung Obernburgs angeht, ist Ferdinand Kern, der 28 Jahre im Stadtrat saß und die wichtigsten Details für einen Widerspruch erarbeitet hat. Ihm haben sich Karl Heinz Messer, ein Marketingfachmann im Ruhestand und meine zuweilen bessere Hälfte Heinrich Weitz, Buchhändler a. D. angeschlossen, um eine Widerspruchsaktion in Gang zu setzen. Die Rentnergang hat schon eine Menge Resonanz erfahren. Die Frist für Eigentümer von Häusern, Wohnungen und Grundstücken lief am 25. Februar 2018 ab. Vor einigen Tagen ist bei vielen Widersprüchlern ein Schreiben von der Stadtverwaltung eingegangen, das zu großer Verunsicherung führte. Deshalb war für Freitag, 23. Februar, 19 Uhr im Hotel Karpfen eine Informationsveranstaltung anberaumt, in der auch ein Brief der drei Initiatoren an den Bürgermeister verlesen wurde, in dem sie um Aufklärung baten. Die Antwort erfolgte einen Tag nach Ablauf der gesetzten Frist, den Widerspruch zurückzunehmen. Wörtliches Fazit des Rathauschefs: »...Seitens der Stadtverwaltung gibt es keinen Bedarf für weitere Erklärungen oder Hinweise...«.
Die aufmüpfige Rentnergang gegen den Wasserpreis: von links Karl Heinz Messer, Ferdinand Kern und Heinrich Weitz.


Was bisher geschah:

Die Erhöhung der Wassergebühren in unserem schönen Städtchen schlägt Wellen. Es brodelt in der Bevölkerung, denn 80 Prozent Erhöhung sind kein Pappenstiel. Für Privathaushalte mit einem guten Einkommen mag es ja noch verkraftbar sein. Rund 20 Euro mehr im Monat für eines der wichtigsten Lebensmittel zu zahlen, ist eigentlich nicht viel. Wasser ist ein hohes Gut. Aber es gibt auch viele Menschen, für die 20 Euro mehr im Monat ein Haufen Geld sind, den sie sich vom Mund absparen müssen. Zudem muss man auch an die Erwerbszweige denken, die hohe Wasserverbräuche haben und wenig oder nichts einsparen können. Das ist eine Wettbewerbsverzerrung gegenüber den Betrieben, die in Orten mit niedrigem Wasserpreis angesiedelt sind.

Die hohe Zahl der Wasserrohrbrüche (rund 170 im vergangenen Jahr) ist ein Faktor, der zu der eklatanten Erhöhung der Gebühren beiträgt, weil die Wasserverluste entsprechend hoch sind und die Kosten für die Reparaturen teuer. Über Jahre ist bekannt, dass enormer Sanierungsbedarf im Rohrnetz besteht. Dazu kommen kalkulatorische Kosten, die vom Verbraucher nicht nachvollzogen werden können. Sicher, die meisten Sünden liegen in der Vergangenheit. Aber es ist wichtig, im Sinne der Bürger noch einmal detailliert nachzuhaken und die Erhöhung nicht widerspruchslos hinzunehmen. Bürgerprotest ist eine Form der Demokratie. Es ist ja im aktuellen Fall der Wassergebührenerhöhung  kein Eindreschen auf die Verwaltung oder die ehrenamtlich engagierten Stadtratsmitglieder, sondern ein konstruktives Vorgehen, wenn es mit Lösungsansätzen einhergeht.

Wasser - ein wertvolles Gut. Aber können sich die Obernburger das bald noch leisten? Bildquelle: pixabay.com





Samstag, 10. Februar 2018

15 erste Preise und zwei zweite Preise für Schüler der Musikschule Obernburg bei »Jugend musiziert«


Erfolgreiche Musikschüler aus Obernburg beim Regionalwettbewerb Jugend musiziert freuen sich gemeinsam mit Dietmar Fieger, Musikschulleiter Reiner Hanten (hinten von links) sowie Maria Franzke und Frank Wittstock (von rechts) über die Preise.

Es ist keine Frage: Musizieren ist nicht nur gut für die Seele, sondern eine Bereicherung für alle Menschen, die ein Instrument beherrschen. Das kulturelle Angebot mit Konzerten gehört zu den weichen Standortfaktoren einer Kommune. Seit 30 Jahren werden in der Musikschule Obernburg Kinder und Jugendliche an verschiedenen Instrumenten ausgebildet. Viele Talente wurden und werden gefördert. Bei den Wettbewerben zu »Jugend musiziert« gibt es alljährlich eine ganze Reihe von Preisträgern. Auch im Jahr 2018 kamen vom Regionalwettbewerb in Würzburg 17 Preisträger nach Obernburg zurück. Hier hat die Musikschule Obernburg ihren Ruf als Talentschmiede weiter gefestigt. 15 erste Preise und zwei zweite sind das Ergebnis, davon eine ganze Reihe von Weiterleitungen zum Landeswettbewerb.

Wie Musikschulleiter Reiner Hanten beim Fototermin Anfang Februar 2018 erläuterte, ist bei den jüngsten Künstlern und Künstlerinnen in der Altersstufe EinsB noch keine Weiterleitung zum Landeswettbewerb möglich. Er sagte: »Sonst hätten wir sogar elf Teilnehmer beim Landeswettbewerb«.

Zu den Gratulanten zählte auch Bürgermeister Dietmar Fieger, zugleich auch Vorsitzender des Musikschul-Vereins, Träger der Musikschule Obernburg. »Für die erfolgreichen Teilnehmer des Regionalwettbewerbs Jugend musiziert ist das eine tolle Anerkennung und ein Ansporn weiterzumachen«, so stellvertretender Schulleiter Frank Wittstock, aus dessen Gitarrenklassen viele Preisträger stammen.

Die erfolgreichen Schüler und Schülerinnen der Musikschule Obernburg beim Regionalwettbewerb »Jugend musiziert«


Angelina Fath (Gitarre, Altersstufe Drei), Klasse Frank Wittstock , zweiter Preis; Anna Bruhm (Duo Klavier/Violine, Altersstufe Fünf) Klasse Annette Bächler, Klavierbegleitung Maria Franzke, erster Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb; Charlotte Brescher (Gitarre, Altersstufe Zwei), Klasse Frank Wittstock , erster Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb; Evelyn Heldt (Klavier-Duo, Altersstufe EinsB) Klasse Maria Franzke, erster Preis; Finn Wieland (Gitarre, Altersstufe Zwei), Klasse Frank Wittstock , erster Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb; Isabella Appel (Duo Klavier/Cello, Altersklasse EinsB) Klasse Matthias Bergmann, Klavierbegleitung Maria Franzke, erster Preis; Isabella Xiao (Duo Klavier/Violine Altersklasse V), Klasse Annette Bächler, Klavierbegleitung Maria Franzke, erster Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb; Jona Brand (Gitarre, Altersstufe Zwei), Klasse Frank Wittstock, erster Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb; Laura Brettschneider (Musical-Lied , Altersstufe Vier), Klasse Bernhard Oberländer, erster Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb; Marlene Leimeister (Klarinette, Altersstufe Fünf) Klasse Thomas Schmitz, zweiter Preis; Max Pöttcher (Gitarre Altersstufe Drei), Klasse Frank Wittstock, erster Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb; Therese Schmid (Duo Klavier/Violine, Altersstufe Drei), Klasse Annette Bächler, Klavier Maria Franzke, erster Preis; Vera Schuhmann (Klarinette, Altersstufe Drei) Klasse Thomas Schmitz, erster Preis; Veronika Appel (Duo Klavier/Cello, Altersstufe EinsB) Klasse Matthias Bergmann, Klavierbegleitung Maria Franzke, erster Preis; Viktoria Müller (Klavier-Duo, Altersstufe EinsB), Klasse Maria Franzke, erster Preis; Vincent Müller (Gitarre, Altersstufe EinsB), Klasse Frank Wittstock , erster Preis; Vincent Rauscher (Duo Klavier/Violine, Altersstufe Drei) Klassen Maria Franzke und Annette Bächler (Violine Therese Schmid), erster Preis sowie Laura Brettschneider und Till Manzey, Musikschule Frankfurt (Duo Kunstlied, Altersstufe Vier), Klasse Bernhard Oberländer, erster Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb.

Die Altersstufe EinsB wird noch nicht zum Landeswettbewerb zugelassen.

Weitere Infos auf der Internetseite der Musikschule Obernburg unter www.musikschule-obernburg.info